Gesundheitskarte : Schneller in die digitale Medizin

Von Notfalldaten für Schlaganfälle über Medikations-Pläne bis hin zur Telemedizin: Die Regierung macht Druck für die schnellere Digitalisierung des Gesundheitswesens.
Wenn die Arzthelferin den Patienten nach seinem „Kärtchen“ fragt, meint sie seit Jahresbeginn die elektronische Gesundheitskarte. Seit Januar werden in den Arztpraxen nur noch diese Karten akzeptiert – allerdings ohne dass die Patienten einen Unterschied zur alten Versichertenkarte merken, mal abgesehen von dem Foto, das nun das Stück Plastik ziert. Denn das, was die im Jahr 2003 beschlossene Gesundheitskarte eigentlich seit Jahren können soll, kann sie bis heute nicht – zum Beispiel einen Medikations-Plan oder wichtige Notfalldaten speichern, Patientenakten verschicken oder auch nur einen elektronischen Datenabgleich zwischen Kasse und Praxis über die Adresse des Versicherten ermöglichen.



