FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Dritte Klasse im Radsport :
Warum Eschborn-Frankfurt für kleinere Teams so wichtig ist

Von
Alex Westhoff
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Das Team Storck – Metropol
Das Team Storck – MetropolBüschler

Beim U-23-Rennen von Eschborn–Frankfurt will sich das Hanauer Radteam Storck – Metropol Cycling beweisen. Es ist einer der wichtigsten Auftritte des Jahres. Das Team braucht dringend Erfolge.

Auf zwei Dingen beharrten Erwin und Hermann Moos all die Jahre seit 1962 immer. Dass das Frankfurter Radrennen bei seinem Traditionstermin 1. Mai bleibt und dass an diesem Tag Radsport für alle (an-)geboten wird. Das hieß für die beiden Brüder, die das einstige Henninger-Rennen gründeten und Jahrzehnte lang leiteten, dass am Tag der Arbeit auch jenen Rennfahrern unterhalb der Profis eine Bühne gegeben wird. Also Männern, die sich zwar ähnlich viel und intensiv abrackern wie die Berufsfahrer, dies aber im Verborgenen tun.

Das hat auch nach der Zeit der Brüder Moos Bestand. Nur hat Eschborn–Frankfurt unter der Regie des französischen Veranstalters Amaury Sport Organisation, der auch die Tour de France Jahr für Jahr ausrichtet, World-Tour-Status erhalten, sodass im Profirennen auch nur Mannschaften der ersten und zweiten Klasse (Pro Teams) antreten dürfen. Seitdem nicht mehr am Start sind die oft belebend auf das Rennen wirkenden Teams aus der Kontinental-Klasse, der dritten Radsport-Liga also. Dort ist seit Jahresbeginn die in Hanau beheimatete Equipe Storck – Metropol Cycling mit einer Profilizenz aktiv. Hervorgegangen ist sie aus der Fusion der beiden vormaligen Bundesligateams Hanau-Storck und Wheelsports-Metropol Racing.

Wie geht es zu in dieser selbst für viele Fans unbekannten Welt des Radsports? Kurzum: Es ist eine von einigen mit viel Idealismus und Liebhaberei getragene Leidenschaft. Die viele Stunden in kleinen Fahrzeugen auf der Straße und in niedrig-sternigen Herbergen am Wegesrand erfordert. Es ist harte, nicht selten undankbare Arbeit in einem Umfeld, in der die Investition jedes Euros genau abgewogen werden muss. Harte Arbeit von Rennfahrern, deren Trainingspensum sich kaum von jenem der Kollegen in der World Tour unterscheidet, welches aber koordiniert werden muss mit Studium oder Arbeitsstelle.

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