Das Potential der Prävention

Von
Magnus von Knebel Doeberitz
,
Matthias Kloor
Lesezeit:
Genetische Prädisposition und Prävention gehen Hand in Hand.
Genetische Prädisposition und Prävention gehen Hand in Hand.peterschreiber.media – stock.adobe.com

Krebs ist weltweit eine der häufigsten Todesursachen, mit steigender Tendenz. Es braucht bessere Ansätze, um die Erkrankung zu verhindern – das Potential der Prävention wird aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Erfolgversprechend sind unter anderem Impfungen gegen Tumoren und gegen krebsauslösende Viren.

Bisher wurde das Verständnis von Krebs weitgehend von der medizinischen Notwendigkeit bestimmt, verschiedene Stadien der Krankheit zu klassifizieren, um eine geeignete Therapie zu wählen. Diese Sichtweise führte nur zu einem sehr begrenzten Wissen um die tatsächlichen Prozesse, die Tumoren zugrunde liegen. Denn sie stellt nur eine Moment­aufnahme zum Zeitpunkt der Diagnose oder der ersten Behandlung dar. Tatsächlich ist Krebs jedoch das Ergebnis eines langen, schleichenden, evolutionären Prozesses. Es dauert in der Regel viele Jahre, bis sich eine zunächst verborgene entartete Zelle durch Symptome als Läsion klinisch nachweisen lässt.

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