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FÜHRUNG IM DIGITALEN WANDEL :
Das Spannungsfeld zwischen KI, Haltung und neuen Kompetenzen

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KI braucht menschliche Urteilskraft: Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Ines Knecht, Prof. Dr. Ingrid Kissling-Näf und Marc Werheid erörtern mit Moderator Prof. Dr. René Schmidpeter neue Kompetenzen und verantwortungsvolle Führung im Wandel.
KI braucht menschliche Urteilskraft: Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Ines Knecht, Prof. Dr. Ingrid Kissling-Näf und Marc Werheid erörtern mit Moderator Prof. Dr. René Schmidpeter neue Kompetenzen und verantwortungsvolle Führung im Wandel.Jonas Ratermann

Globale Veränderungen fordern Anpassungsfähigkeit und kritische Auseinandersetzung. So auch der Vormarsch Künstlicher Intelligenz.

Was mir Sorge macht, ist die Tendenz, dass menschliches Denken zunehmend automatisiert wird.“ So beschreibt Marc Werheid eine zentrale Herausforderung durch Künstliche Intelligenz.

Nachhaltigkeitsmanager stehen vor neuen Herausforderungen, da das eigene Rollenbild neu definiert werden muss. „Jetzt ist es so, dass sich die Nachhaltigkeitsmanager letztendlich neu erfinden dürfen, was auch als Chance gesehen werden kann oder sollte“, sagt Ines Knecht, Vorstandsvorsitzende des D-A-CH Verbands CSR Manager:innen e.V.. Es brauche Führungskräfte, die neue Prozesse zulassen und Vertrauen schenken.

Mut, Intuition und Erfahrung als Schlüsselkompetenzen

Auch Hochschulen müssen ihre Rolle neu bestimmen. Moderator Prof. Dr. René Schmidpeter fragt zugespitzt: „Wie geht eine Hochschulbildung damit um, dass jeder Studierende auf einmal eine KI hat?“ Prof. Dr. Ingrid Kissling-Näf, Direktorin der Berner Fachhochschule, antwortet: „Auf der Ebene der Studierenden geht es darum, dass das Fachwissen nicht mehr ganz so wichtig ist. Sie müssen digital gut sein, kritisch hinterfragen und Future Skills mitbringen.“

Marc Werheid, Chief AI Innovation Officer bei Tetranomics, beschreibt den Wandel am Beispiel des Schreibens: „Texte schreiben ist fast irrelevant geworden. Wir müssen sie zu Fach- und Führungskräften für den Wandel ausbilden.“ Entscheidend sei künftig, ob Menschen ihre eigenen Gedanken, Originalität und ihre Perspektive einbringen können, bevor die KI zum Einsatz kommt.

Die Fähigkeit, Menschen mitzunehmen, steht im Mittelpunkt

Der ehem. Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal Prof. Dr. Uwe Schneidewind lenkt den Blick auf Beziehungsarbeit als Zukunftskompetenz. Unternehmen, Institutionen und Politik müssten Vertrauen, Austausch und gemeinsames Lernen ermöglichen. Gefragt seien Persönlichkeiten, die Menschen in unsicheren Zeiten Orientierung geben.

Das Panel ist sich in einem Punkt einig: Wissen allein reicht nicht. Nachhaltigkeit, Digitalisierung und gesellschaftliche Veränderung lassen sich nicht getrennt bearbeiten. Oder, wie Knecht es zusammenfasst: „Wir denken noch zu sehr in Silos.“ Ingrid Kissling betont, dass es darum geht, konkret Veränderung möglich zu machen, eben transformative Leadership. Transformation gelingt dort, wo Organisationen den Mut haben, Gewohntes infrage zu stellen, sich Fehler zu erlauben und zugleich auf die Fähigkeiten und Urteilskraft der Menschen zu vertrauen.

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