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Warum Frauen weniger verdienen

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Frauen opfern ihre Karriere der Familie. Das liegt auch an den Arbeitszeiten.

Es gibt kaum einen gesellschaftlichen Bereich, der in den vergangenen Jahrzehnten einen solchen Wandel durchgemacht hat wie die Familie. Das gilt für die Vielfalt ihrer Formen: eheloses Zusammenleben stand vor Kurzem ebenso noch unter starken moralischen Vorbehalten wie Alleinerziehung oder homosexuelle Ehen. Das gilt auch für die Trivialisierung ihrer Auflösung: Scheidungen und Wiederverheiratungen können inzwischen geradezu erwartet werden. Von Alfred Herrhausen hieß es einst, er sei der erste Vorstand der Deutschen Bank gewesen, der diese Position 1977 trotz einer zweiten Ehe halten konnte. Weibliche Berufstätigkeit wiederum, die vor sechzig Jahren noch der Genehmigung des Ehemanns bedurfte, ist zum Normalfall geworden. Erwarben in den Vereinigten Staaten 1960 noch 1,6-mal mehr Männer als Frauen einen Hochschulabschluss, so hat sich das Verhältnis umgekehrt. Heute haben 45 Prozent der 25 Jahre alten Frauen ein Di­plom, aber nur 36 Prozent der Männer gleichen Alters.

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