Öldeckel gegen Russland :
Heikle Ölsanktionen

Jan Hauser
Ein Kommentar von
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Öltanker an der kalifornischen Küste: Die sieben führenden demokratischen Wirtschaftsmächte (G7) und Australien wollen mit der Europäischen Union eine Preisobergrenze für Erdöl aus Russland umsetzen.
Öltanker an der kalifornischen Küste: Die sieben führenden demokratischen Wirtschaftsmächte (G7) und Australien wollen mit der Europäischen Union eine Preisobergrenze für Erdöl aus Russland umsetzen.dpa

Die Ölsanktionen gegen Russland sind nicht ohne Risiko. Doch es ist den Versuch wert, das Regime von ausländischen Zahlungen abzuschneiden.

Die zunehmenden Markteingriffe hierzulande sind auch in der Energieversorgung heikel. Es lässt sich kaum sagen, dass damit immer das erreicht wird, was die Politik sich verspricht. Nicht viel anders lässt sich das europäische Vor­gehen gegen Russland mit dem Embargo für russisches Öl und einem Preisdeckel für den Schiffstransport des Energieträgers sehen.

Die auf der Welt verfügbare Menge an Erdöl wird sich kurzfristig kaum ändern. Wenn Russland seine Rohstoffe dann statt nach Deutschland an andere Länder zu einem womöglich höheren Preis verkauft, ist wenig gewonnen. Die hiesigen Verbraucher werden vor allem darauf schauen, ob und wie da­durch die Preise an den Tankstellen steigen.

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Doch durch den russischen Angriff auf die Ukraine bleibt Nichtstun keine Option. Trotz der Hindernisse ist es den Versuch wert, Russland von ausländischen Zahlungen ab­zuschneiden. Die Folgen von Embargo und Deckel sollten allerdings genau beobachtet werden, um diese rasch korrigieren zu können und bei Bedarf in das Vorgehen gegen Russland einzugreifen.

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