FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Zukunft der Ausbildung :
Der lange Abstieg des deutschen Ingenieurs

Gastbeitrag
Von
Michael Rose
Lesezeit:
Der deutsche Stand auf der Weltausstellung 1900 in ParisUniversal Images Group / Getty

In wichtigen Zukunftstechnologien hat Deutschland den Anschluss verloren. Das liegt an Fehlern in der Ausbildung und der Angst vor neuer Technik. Früher war das mal ganz anders.

Klimawandel, Digitalisierung, Verteidigung, demographischer Wandel – viele der drängendsten Aufgaben unserer Zeit sind technischer Natur. Ihre Lösung hängt maßgeblich von Menschen ab, die Technik nicht nur verstehen, sondern gestalten können. Ingenieure, so beschreibt es der Verein Deutscher Ingenieure, seien „Gestalter der Zukunft“, andere nennen sie den „Schlüssel zur Nachhaltigkeit“. Und doch: Die Zahl der Studienanfänger in ingenieurwissenschaftlichen Fächern geht seit Jahren zurück. In zentralen Zukunftsfeldern wie dem autonomen Fahren, der vernetzten Industrie oder der Künstlichen Intelligenz verlieren deutsche Unternehmen den Anschluss. Wie konnte es so weit kommen – in einem Land, dessen Ingenieurausbildung einst weltweit bewundert und imitiert wurde?

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