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Nestlé als veganer Riese : Pizza aus Blumenkohl – Thunfisch aus Erbsen

Aus der Erbse, nicht aus dem Meer: Nestlé-Thunfisch Bild: Bloomberg

Die Veggie-Wurst war gestern – heute will der größte Nahrungsmittelkonzern der Welt die vegane Produktwelt völlig neu erschließen und neue Wege gehen. Ein internes Haifischbecken hilft Nestlé dabei.

          6 Min.

          Er zieht seinen Colt, schießt und pustet den Rauch aus dem Lauf. Dann lächelt Ulf Mark Schneider verschmitzt. Der Vorstandschef von Nestlé hat in diesem Moment nicht wirklich einen Revolver in der Hand. Er simuliert die Szene, die man aus alten Western kennt, mit zwei ausgestreckten Fingern und dem Daumen seiner rechten Hand, um gutgelaunt von einer besonderen Veranstaltung zu erzählen: „The Great Burger Shoot-out“. Dabei handelt es sich um einen betriebsinternen Wettbewerb in Nestlés Produkt- und Technologiezentrum in Singen. Ende vergangenen Jahres präsentierten dort 30 Teams jeweils eine selbstentwickelte Version eines Hamburgers. Die Einsichten aus der „Schießerei“ flossen sogleich in die Produktentwicklung ein.

          Johannes Ritter
          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          „Ich liebe Burger“, sagt Schneider, der einige Studien- und Berufsjahre in Amerika verbracht hat, lange bevor er 2017 an die Spitze des größten Nahrungsmittelkonzerns der Welt rückte. Im Unterschied zu den in Brötchen gepappten Bratlingen von damals jedoch sind die neuen Burger aus den Testküchen von Nestlé frei von Fleisch. Und doch sollen diese pflanzlichen Derivate möglichst so schmecken und aussehen wie die altbekannten Originale.

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