https://www.faz.net/-gqe-9ymr5

Versandhandel in Corona-Zeiten : Otto erwartet Rabattschlacht

Alle Hände voll zu tun: Eine Otto-Mitarbeiter in der Retourenabwicklung Bild: Johannes Arlt/laif

Weil aufgrund der Corona-Krise derzeit andere Verkaufswege abgeschnitten sind, hat der Internetversand stark an Bedeutung gewonnen. Trotzdem muss der Konzern aus Hamburg sparen.

          4 Min.

          Alexander Birken hat turbulente Wochen mit vielen Umbrüchen hinter sich. Aber eine Sache wird dem Vorstandsvorsitzenden der Otto-Gruppe aus Hamburg besonders im Gedächtnis bleiben: „Ich hätte nie gedacht, wie viele Kühlschränke und Gefriertruhen die Bundesrepublik noch braucht“, sagt er. Schon kurz nach Ausbruch der Corona-Welle hätten Kunden die Geräte geordert wie nie zuvor, um Platz für Vorräte zu schaffen oder alte Kästen auszutauschen, die längst hätten erneuert werden müssen.

          Christian Müßgens
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Frühjahrsmode lag dagegen wie Blei in den Lagern. Zwar werden die zeitweise heftigen Ausschläge in einigen Sortimenten derzeit kleiner. Vom gewohnten Einkaufsverhalten kann jedoch keine Rede sein. „Ich rechne damit, dass es noch lange dauern wird, bis sich die Lage normalisiert“, sagt der 55 Jahre alte Manager in einem Videocall mit der F.A.Z.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Zurzeit ein teurer „Spaß“: Häuser in einem Neubaugebiet in Frankfurt am Main

          Hauskauf in der Metropole : Wenn das Eigenheim nur eine teure Seifenblase ist

          Ist es sinnvoll, wenn sich Eltern an der Finanzierung von Eigenheimen ihrer Kinder beteiligen? Nicht immer – denn auch Gutverdiener können sich in Großstädten nicht ohne weiteres ein Reihenhaus leisten, wie unser Kolumnist vorrechnet.