Wassermangel : Trocken
Das Wasser wird knapp. Beispiele wie Tesla sollten nicht über das Engagement der Unternehmen hinwegtäuschen.
Als Elon Musk nach einer möglichen Wasserknappheit in Grünheide aufgrund des Verbrauchs der Tesla-Fabrik gefragt wurde, lachte er nur. „Sieht es hier für dich etwa aus wie eine Wüste? Das ist lächerlich. Es regnet so viel.“ Vermutlich würde er heute nicht mehr lachen. Es ist heiß, vielerorts regnet es zu wenig – so auch in Grünheide. Tesla wollte mehr Wasser, während Verbraucher sparen sollten. Das führte zu Protesten. Dürre und Trockenheit führen immer häufiger zu Konflikten zwischen Landwirtschaft, Industrie und Verbrauchern. Die Politik will mit einer Wasserstrategie möglichen Konflikten entgegenwirken. Ihr sollte es daran gelegen sein, die unterschiedlichen Interessen nicht gegeneinander auszuspielen. Denn Beispiele wie Tesla sollten nicht darüber hinwegtäuschen, wie viel die Industrie schon tut: Die Chemieindustrie steigerte ihre Produktion seit 1995 um rund 40 Prozent, der Wasserverbrauch blieb dabei fast gleich. Wer in Zukunft Konflikte vermeiden will, wird weiter an wassersparenden Technologien arbeiten. Und Musk? Der erzählte einmal, dass sein Lieblingsgetränk Whiskey sei. Womöglich sollte er doch häufiger zum Wasser greifen.
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