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Streit zwischen Bankern : Neue Volte im Krimi der Credit Suisse

Tidjane Thiam Bild: AP

Kein schlechter Krimi: Der Streit zwischen Tidjane Thiam und Iqbal Khan geht in die nächste Runde. Nach dem peinlichen Überwachungs-Fauxpas gibt es neue Details.

          2 Min.

          An diesem Donnerstag beginnt das Film-Festival in Zürich. Meist ein Pflichttermin für Urs Rohner. Der Verwaltungsratspräsident der Schweizer Großbank Credit Suisse ist schließlich mit Nadja Schildknecht liiert, der Gründerin und Leiterin des Filmfests. Doch Rohner muss sich eigentlich gar nicht erst die Werke fremder Regisseure ansehen. In seinem eigenen Haus läuft gerade ein Krimi, dessen Spannungsgehalt kaum zu übertreffen ist. Einen Oscar wird dafür freilich niemand aus seiner Bank bekommen. Dafür sind Drehbuch und Aufführung einfach zu schlecht. Viel eher werden wohl jene, die die Verantwortung für dieses rufschädigende Drama tragen, ihre bislang tragenden Rollen verlieren.

          Johannes Ritter

          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          Was bisher geschah: Die Credit Suisse (CS) hat ihren ehemaligen Spitzenmanager Iqbal Khan von Detektiven beschatten lassen. So wollte man den Verdacht unterfüttern, dass der 43 Jahre alte Schweizer mit pakistanischen Wurzeln nach seinem angekündigten Wechsel zum Lokalrivalen UBS ehemalige CS-Kollegen habe abwerben wollen. Doch die beauftragten Detektive einer kleinen Sicherheitsfirma, die normalerweise Sozialhilfebetrügern hinterherschnüffelt, stellten sich so stümperhaft an, dass Khan Lunte roch. Er fotografierte einen seiner Verfolger sowie dessen Autokennzeichen und erstattete Strafanzeige. Daraufhin nahm die Polizei vorübergehend drei Mitarbeiter der Sicherheitsfirma fest.

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