Sprach-KI : Nachholbedarf
Microsoft baut seinen Vorsprung im Geschäft mit Künstlicher Intelligenz aus. Höchste Zeit, um gegenzusteuern.
Wer sich aktuell in der deutschen Szene für Künstliche Intelligenz (KI) umhört, hört die Alarmglocken schrillen. Sofort sei beinahe schon nicht mehr schnell genug, um den Vorsprung amerikanischer Konzerne mit sogenannten großen Sprachmodellen aufzuholen. Allen voran gilt das für Microsoft. Der Konzern hat mit Open AI auf das schnellste Pferd gesetzt – und baut seinen Vorsprung aktuell wohl sogar noch aus. Denn Microsoft kann seine schon bestehenden Vertriebskanäle nutzen, um den Kunden auch die Sprachmodelle von Open AI anzubieten. Es droht ein ähnlicher Ablauf wie schon im Geschäft mit der Cloud, das Amazon, Microsoft und Google beinahe unter sich aufteilen. Gleichzeitig entpuppt sich die große Verbreitung von Microsofts Cloud Azure als Wettbewerbsvorteil im Kampf um KI-Kunden. Aufstrebende Start-ups wie Aleph Alpha aus Heidelberg können zwar technologisch durchaus mit den Amerikanern mithalten. Aber von der Vertriebsstärke Microsofts ist das Start-up meilenweit entfernt. Deshalb sollte die deutsche Wirtschaft schleunigst gegensteuern, bevor es zu spät ist. Dafür braucht es allerdings auch die nötige Infrastruktur in Form eigener Rechenzentren – und bis die gebaut sind, vergehen Jahre.
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