Schweizer Umweltminister : Der nette Herr Rösti

Der Schweizer Umweltminister Albert Rösti muss im Klimaschutz gegen die Interessen seiner eigenen Partei kämpfen. Ein schwieriger Spagat.
Nach Volksabstimmungen in der Schweiz teilt sich die Welt in Gewinner und Verlierer. Das gilt auch für die Mitglieder des Bundesrates, wie die Mehrparteienregierung in Bern genannt wird. Die sieben Bundesräte stehen jeweils einem Ministerium vor. Je nach Thema wirft sich der zuständige Minister in den Abstimmungskampf. Und ist dieser dann entschieden, stellt er oder sie sich den Fragen der Presse. So auch am vorvergangenen Sonntag. Da haben die Eidgenossen mit 59 Prozent der Stimmen ein von Regierung und Parlament bereits beschlossenes Klimaschutzgesetz angenommen. Das ist ein Sieg für Albert Rösti, der seit Anfang des Jahres Energie- und Umweltminister der Schweiz ist. Doch als Rösti pflichtschuldig vor die Medien trat, war von Hochgefühlen nichts zu spüren. Er freue sich für den Bundesrat, sagte Rösti nur und lächelte verschmitzt.
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