Pro-Optik-Chef Siebenhandl : „Normal wäre doof“

Als Kind war er bei den Zeugen Jehovas, mit 18 Jahren wurde er ungeplant Vater. Gerade trimmt Micha Siebenhandl für einen Finanzinvestor Deutschlands drittgrößte Optikerkette auf Profit. Über einen Manager, der aneckt.
Er ist ein Draufgänger. Während sich manche Wirtschaftsbosse fast verkrampft zurückhalten, wenn sie mit der Presse sprechen, ist Micha Siebenhandl kaum zu bremsen. Zwischendurch wirkt er fast überdreht. Er zeigt seine Tattoos an den Oberarmen und auf dem Oberkörper, dort, wo er sie verstecken kann, wenn er mit Bankern redet: Die Namen seiner drei Söhne, ein kleiner schwarzer Punkt am Finger, der ihn daran erinnern soll, dass er nicht weiß, was sein Gegenüber gerade durchmacht, ein lateinischer Sinnspruch. Und vor allem: überall Viktoria, der Name seiner zweiten Frau. Die erste war Rennfahrerin, erzählt er, und ist vor einigen Jahren an einem Hirntumor gestorben.
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