Milliardendebakel vor Gericht : BayernLB wollte Hypo Alpe Adria erst nicht haben

Die österreichische Krisenbank Hypo Alpe Adria war für die BayernLB nur die zweite Wahl. Der damalige Vorstandschef Schmidt wollte viel lieber die österreichische Bank Bawag kaufen. Der HGAA zeigte er nach Darstellung eines Zeugen aber nicht lange die kalte Schulter.
Der Bayerischen Landesbank wäre das Milliardendebakel mit der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria beinahe erspart geblieben. Noch im Jahr 2006 habe die BayernLB keinerlei Interesse an einem Einstieg bei der HGAA gehabt, sagte deren früherer Vorstandschef Tilo Berlin am Montag als Zeuge im Strafprozess gegen ehemalige Vorstände vor dem Landgericht München. Der damalige BayernLB-Chef Werner Schmidt habe die HGAA abblitzen lassen und gesagt, dass ein Einstieg für ihn überhaupt nicht in Frage komme: „So wie Herr Schmidt manche Dinge kategorisch abgelehnt hat.“ Ähnlich hatte sich vor einigen Monaten auch Berlins Vorgänger Wolfgang Kulterer als Zeuge geäußert. „Die HGAA ist uns zu schlecht“, soll Schmidt gesagt haben.





