Home 24 : Kein Online-Ikea
Die Übernahme durch den österreichischen Möbelriesen XXXLutz begeistert die Börse. Doch die großen Hoffnungen konnte der Onlinemöbelhändler Home 24 nie erfüllen.
Die turbulente Börsengeschichte des Berliner Onlinemöbelhändlers Home 24 nimmt bald ein Ende. Der österreichische Möbelgigant XXXLutz will Home 24 übernehmen und von der Börse nehmen. Die Anleger bejubelten die Neuigkeit genauso wie die Führungsriege von Home 24. Der Aktienkurs verdoppelte sich. Tatsächlich wird der Deal kurzfristig Geld in die Kassen spülen, welches die Berliner angesichts der schlechten Konsumlaune und der drohenden Rezession dringend brauchen. Zudem sollen wichtige Marken, Standorte und nicht zuletzt das Führungspersonal erhalten bleiben. Doch gemessen an den einst hohen Ambitionen des Onlinehändlers, ist die Übernahme ein Eingeständnis des Scheiterns. Home 24 sollte mal das „deutsche Ikea des Onlinemöbelhandels“ werden. Wurde es aber nicht. Auch die Corona-Krise hat das Verhalten der Verbraucher nicht nachhaltig genug verändert. Viele Onlinekäufer aus den Lockdowns gehen mittlerweile doch wieder in das lokale Geschäft – gerade mit großen Anschaffungen wie Möbeln. Die Übernahme durch XXXLutz wird das wohl nicht ändern. Trotzdem kann Home 24 mit seiner Digitalkompetenz weiterhelfen – und wird so zumindest Teil eines ernsthaften Ikea-Konkurrenten.
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