F.A.Z. exklusiv : „Ankündigungen in die Tat umsetzen“

Der Entwurf für ein Zukunftsfinanzierungsgesetz soll deutsche Start-ups voranbringen. Doch in Berlin wird diskutiert, das Gesetz noch abzuschwächen. Acht namhafte Gründer appellieren in einem Brief an die Politik.
Ankündigungen in die Tat umsetzen“, heißt es in der Betreffzeile des Briefes an den finanzpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Michael Schrodi. In dem Schreiben fordern acht namhafte Gründer den Abgeordneten auf, sich für bessere Rahmenbedingungen für Mitarbeiterbeteiligungen bei Start-ups und für die Durchsetzung des Entwurfs des Zukunftsfinanzierungsgesetzes einzusetzen. Die Unternehmer sind besorgt, dass sich in der heißen Phase des Gesetzgebungsverfahrens noch Änderungen zuungunsten der Start-ups einschleichen könnten.
Verfasst haben den Brief unter anderen Flix-Mitgründer Jochen Engert, Personio-Chef Hanno Renner, Erik Podzuweit von Scalable Capital und Daniel Metzler, Mitgründer des Raketen-Start-ups Isar Aerospace. Darüber hinaus haben Lea Frank von Anybill, Magdalena Oehl von Talent Rocket, Lisa Gradow von Fides und der Mitinitiator der bayerischen Gründerkonferenz Bits & Pretzels Felix Haas den Appell unterzeichnet, der der F.A.Z. vorliegt.
Die Branche fordert schon seit Jahren, dass Mitarbeiter über Beteiligungen besser am potentiellen Erfolg von Start-ups beteiligt werden können sollen. Start-ups können häufig nicht die Gehälter großer Konzerne zahlen. Die Aussicht, bei einem möglichen Verkauf oder Börsengang einen Stück vom Kuchen abzubekommen, ist für viele Fachkräfte deshalb ein entscheidender Faktor, dennoch bei einem jungen Unternehmen anzuheuern. In vielen Ländern, allen voran den Vereinigten Staaten, ist das geübte Praxis.
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