E-Scooter : Überflüssige Roller
Lange kämpften unzählige E-Roller-Verleiher auf den deutschen Straßen um Kunden. Nun zieht sich mit Bird der erste zurück – es dürfte nicht der letzte bleiben.
Als „Refokussierung“ auf dem Weg zu einem profitablem Unternehmen bezeichnet der E-Scooter-Verleiher Bird aus den Vereinigten Staaten seinen Rückzug aus Deutschland, Norwegen und Schweden. Übersetzung: Der Wettbewerb war zu hart, die Konsumlaune zu schlecht, der Investorendruck zu mehr Profitabilität zu groß. Damit hat die lange vorhergesagte Konsolidierung des E-Roller-Marktes begonnen – und dürfte nach dem Winter so richtig an Fahrt aufnehmen. Je kälter es wird, desto niedriger fallen die Umsätze der E-Scooter-Verleiher aus. Seit Marktstart kämpften zu viele Anbieter um Kundschaft, überfluteten regelrecht die Innenstädte mit ihren Geräten. Profitabel arbeitete bei diesem Wettbewerb kaum ein Unternehmen. Doch dringend benötigtes Geld gibt es seit der Zinswende nur noch, wenn die Start-ups glaubhaft Profitabilität anpeilen. Es werden sich also spätestens nach dem Winter noch mehr E-Scooter-Anbieter „refokussieren“ müssen. Für den Stadtverkehr ist das eine gute Nachricht. Die Konsolidierung dürften nur zwei oder drei Anbieter überstehen – das begrenzt die Zahl im Weg stehender Roller.
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