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Bahn-Personalchef : Finden Sie genug Lokführer, Herr Seiler?

Martin Seiler, 57, ist seit 2018 Vorstand Personal und Recht der Deutschen Bahn AG. Bild: Matthias Lüdecke

DB-Personalvorstand Martin Seiler spricht im Interview über die Suche nach Personal, die Handarbeit im Rangierbahnhof und schnellere ICE-Züge.

          5 Min.

          Herr Seiler, die Bahn beschäftigt in Deutschland rund 200.000 Mit­arbeiter, und Sie sind gerade dabei, 100.000 Leute neu einzustellen. Ist das nicht ein bisschen viel?

          Inge Kloepfer
          Freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Überhaupt nicht. In diesem Jahrzehnt gehen rund 100.000 Mitarbeitende altersbedingt in Rente, aufgrund des geplanten Wachstums können wir aber auf niemanden verzichten. Von den 100.000 Stellen sind übrigens schon knapp 70.000 besetzt, trotz Corona-Krise.

          Geht es dabei vor allem um Lok­führer und Zugbegleiter?

          Auf jeden Fall. Darüber hinaus um Mitarbeitende für Stellwerke, um Elektrikerinnen und Mechatroniker, um IT-Spezialisten und -Spezialistinnen für die Digitalisierung, um Bauingenieure, weil wir sehr viel bauen. Für das geplante Wachstum der Bahn und für eine erfolgreiche Mobilitätswende müssen wir die Infrastruktur ausbauen, den Zugverkehr digitalisieren und mehr Züge aufs Gleis bringen.

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