FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Geschäft mit Flüchtlingen :
Päckchen nach Kiew

Von
Andreas Mihm, Berlin
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Eine Filiale von Nova Poshta in Berlin Mitte: Viele Flüchtlinge verschicken hier Pakete in die Heimat.
Eine Filiale von Nova Poshta in Berlin Mitte: Viele Flüchtlinge verschicken hier Pakete in die Heimat.Jens Gyarmaty

Nova Poshta ist der größte ukrainische Paketversender. Im Krieg folgt er seinen Kunden. Seit Juli ist er in Berlin – und nimmt von dort aus nun den Rest Europas in den Fokus.

Viel her macht Berlins neues Postamt nahe dem Checkpoint Charlie nicht. Es ist ein L-förmiger Raum mit Glasfront zur Straße. Nüchtern und funktional eingerichtet ist der Paketschalter zwischen Wänden in Weiß und Rot. Regale sind mit braunen Päckchen belegt, davor drei Schalter, an denen Angestellte im grau-roten T-Shirt Kundschaft bedienen. Über ihnen nennt eine elektronische Tabelle Preise und Konditionen in deutscher und ukrainischer Sprache. Denn die neue Poststelle betreibt ein ukrainisches Unternehmen namens Nova Poshta, es ist mit 32.000 Be­schäftigten der größte private Paket­ver­sender des Landes.

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