Menschen und Wirtschaft : Der Chef verlässt TUI

Fritz Joussen gibt auf eigenen Wunsch den TUI-Vorstandsvorsitz ab. Ob der Zeitpunkt gut ist, dazu gehen Ansichten auseinander. Eine Ausstiegsklausel ermöglicht einen finanziell attraktiven Abgang.
Seit mehr als einem Monat gab es dröhnende Ungewissheit im Reisekonzern TUI. Nun haben die Beschäftigten die Bestätigung für Spekulationen bekommen: Der Vorstandsvorsitzende Fritz Joussen scheidet auf eigenen Wunsch vorzeitig aus. Er nutzt eine spezielle Ausstiegsklausel, die er sich im zeitlichen Zusammenhang mit den Corona-Stabilisierungsmaßnahmen ausbedungen hatte. Zum Geschäftsjahresschluss Ende September will Joussen den Chefposten an den bisherigen Finanzvorstand Sebastian Ebel übergeben. Das schlägt das Präsidium des Aufsichtsrats um den Vorsitzenden Dieter Zetsche dem Kontrollgremium vor, wie der Reisekonzern am Freitag mitteilte. Nach F.A.Z.-Informationen tagt der Aufsichtsrat am kommenden Montag. Es dürfte eine Formalie werden, denn Zetsche lobt in der Mitteilung Ebel schon als „exzellente Besetzung“. Joussens Vertrag wäre bis 2025 gelaufen.
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