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Honighersteller im Gespräch : „Wo blüht denn heute noch Löwenzahn?“

Schon als Kind ist Robert Breitsamer mit dem Opa über das Land gefahren, um Honig bei Imkern einzusammeln. Bild: Dominik Gierke

Bienensterben, eine öde Landschaft, in der nichts mehr blüht, stagnierender Konsum: Die Bayern trotzen den Widrigkeiten im Land der Honigweltmeister. Ein Gespräch mit Robert Breitsamer vom Honigherstellers Breitsamer.

          4 Min.

          Robert Breitsamer hat Verluste zu beklagen. Zwei von neun Bienenvölkern auf dem Gelände seines Unternehmens in München-Ramersdorf haben den Winter nicht überstanden. Ein Stock ist an der eisigen Kälte zugrunde gegangen, der andere von einem fremden Volk okkupiert und ausgeraubt worden; die attackierten Bienen verendeten, weil sie verhungerten. Der Futterraub in der Tierwelt erfolgt auch unter den intelligenten Bienen. So ein Volk kann zwischen 20 und 50 Kilogramm wertvollen Honig im Jahr produzieren.

          Rüdiger Köhn
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Es kommt aber auch vor, dass sich im April oder Mai auf einmal ein Schwarm in Form einer riesigen Traube hoch oben in einer Kastanie auf dem Grundstück des Honigherstellers Breitsamer sammelt. Deswegen aber holt der geschäftsführende Inhaber noch längst nicht die Feuerwehr; zu groß sei der Aufwand. Der Schwarm hat sich vom bestehenden Bienenvolk abgespalten und sucht sich eine neue Bleibe. Ein normaler Prozess: Wird eine Königin schwach und alt, zieht sich das Volk eine neue heran. Da es nur eine Majestät geben darf, schwärmt die alternde mit einem Teil ihres Volkes aus.

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