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Fans sollen sich impfen lassen : Borussia Dortmund macht 72,8 Millionen Euro Verlust

Hat zu grübeln: Dortmund-Chef Watzke, hier bei der Vorstellung des neuen Trainers Marco Rose Bild: B.DORTMUND/via/firosportphoto

Der Pokalsieg und die Champions League haben Borussia Dortmund noch vor Schlimmerem bewahrt. Für die neue Saison hofft Klubchef Watzke auf volle Ränge – und warnt vor dem nächsten Lockdown.

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          Der Fußball-Bundesligaklub Borussia Dortmund hofft nach zwei Jahren mit Verlusten für die kommende Saison wieder auf volle Ränge im Stadion. Die Gesellschaft müsse lernen, mit dem Coronavirus umzugehen, und mit steigenden Impfquoten sollte die Politik auch wieder mehr Normalität zulassen, findet der BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. „Wir können nicht alles lösen, in dem man den Laden abschließt“, sagte Watzke am Montag.

          Jonas Jansen
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Der Klubchef sagte allerdings auch, dass er Impfungen als sinnvoller erachte als Corona-Tests, um wieder mehr Zuschauer in die Stadien zu lassen. Die Fans des Vereins bittet Watzke deshalb, sich impfen zu lassen. 

          DFB-Pokal und Champions League helfen

          Durch Spiele ohne Zuschauer und geringe Transfererlöse hat Borussia Dortmund im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust von 72,8 Millionen Euro geschrieben, nach einem Minus von 44 Millionen in der Saison zuvor. Die Corona-Pandemie hatte die Saison 2019/2020 nur zum Ende getroffen, während praktisch die gesamte vergangene Spielzeit von den Einschränkungen betroffen war. Vor allem die fehlenden Ticketerlöse belasteten den Umsatz, nach 34,5 Millionen Euro im Saisonbetrieb in der Vorsaison kamen in der Spielzeit 2020/2021 nur knapp 600.000 Euro zusammen.

          BORUSSIA DORTMUND

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          Insgesamt ging der Umsatz ohne Transfers von 370,2 auf 334,2 Millionen Euro zurück. Geholfen hat dem BVB dabei der Gewinn des DFB-Pokals und der Einzug ins Viertelfinale der Champions League, was für besser als befürchtete Werbeerlöse und Fernsehgelder sorgte. 

          „Der Verlust ist hoch, aber wir hatten immer das Gefühl, dass wir Herr unserer Zahlen sind“, sagte Watzke. Im Vergleich zu anderen Vereinen sei Dortmund noch gut mit Eigenkapital ausgestattet.

          Auch die Erlöse im Transfermarkt sanken von 40,2 auf 15,4 Millionen Euro. Zur neuen Saison bewegt sich der BVB da wieder auf einem Niveau, das der Verein aus früheren Zeiten kennt: So hat der Verein für 30 Millionen Euro Donyell Malen von PSV Eindhoven verpflichtet, gleichzeitig aber auch 85 Millionen Euro für Jadon Sancho verkauft, der zu Manchester United nach England wechselt. Weitere Einkäufe seien nicht geplant, sagte Watzke. 

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