Akquisition : Bain blitzt bei Software One ab
Übernahme-Angebot abgelehnt. Der Kurs der Aktie schießt hoch
Der Finanzinvestor Bain Capital stößt mit seiner Übernahmeofferte für Software One auf Widerstand beim Management des Schweizer Informatik-Dienstleisters. Der Verwaltungsrat habe das 2,9 Milliarden Franken schwere Angebot geprüft und sei einstimmig der Meinung, dass die Offerte zu niedrig und nicht ausreichend begründet sei, teilte Software One am Donnerstag mit. So sei der Verwaltungsrat zum Schluss gekommen, dass der Vorschlag nicht im besten Interesse des Unternehmens und der Mehrheit seiner Aktionäre sei. Zuvor hatte Bain bekannt gegeben, am 31. Mai eine unverbindliche Offerte von 18,50 Franken je Software-One-Aktie vorgelegt zu haben. Diese stehe unter dem Vorbehalt eines zufriedenstellenden Ergebnisses einer Prüfung der Software-One-Bücher (Due Diligence). Nach einer Übernahme wolle Bain das Unternehmen von der Börse nehmen. Das Angebot von Bain werde von den Software-One-Gründungsaktionären Daniel von Stockar, B. Curti Holding AG und René Gilli unterstützt. Diese hielten insgesamt 29,1 Prozent an der Firma und dürften mit einem erheblichen Teil ihrer Anteile auch künftig in Software One investiert sein. An der Börse schossen die Sofware-One-Aktien im frühen Handel um 20,4 Prozent auf 18,27 Franken nach oben. Seit dem Börsengang 2019 bei einem Ausgabepreis von 18 Franken hat die Aktie an Boden verloren.
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