Apples Preiserhöhungen : Die Konsumenten sind selber Schuld
Apple dreht kräftig an der Preisschraube. Das kann sich der Konzern nur erlauben , weil seine Kunden wohl fast alles mitmachen.
Apple erhöht die Preise im App Store im Durchschnitt um satte 20 Prozent. Auch das neue iPhone kostet bis zu 2100 Euro, die günstige Sparvariante der vorherigen Generation wurde gestrichen. Ein mutiger Schritt in Zeiten hoher Inflationsraten und großer Ängste vor einer Rezession, könnte man meinen. Doch Apples Preissetzungsmacht ist dermaßen hoch, dass auch die neuesten Erhöhungen der Beliebtheit der Kalifornier bei den Konsumenten keinen Abbruch tun dürften. Die Kundschaft ist durch ihre Loyalität ironischerweise selbst schuld, dass Apple nach Belieben Preiserhöhungen durchsetzen kann. Gleichwohl hat Apple die Abhängigkeit über Jahre geschickt kultiviert. Wer ein iPhone kauft und es mit dem Laptop oder Tablet eines anderen Herstellers verbinden will, wird schnell so genervt sein, dass er sich rasch ein MacBook anschafft. Diese „Apple-Falle“ dürfte ein Grund dafür sein, dass Apple sich aktuell besser schlägt als viele andere Technologieunternehmen. Deshalb wird die Premiumstrategie wohl aufgehen – es sei denn, den Kunden reicht es doch irgendwann. Wahrscheinlich ist das nicht. Selbst schuld.
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