Beruf ohne Zukunft : Der letzte Kumpel

Christian Strzecha ist Bergmann geworden, als das Ende des Steinkohlenabbaus schon beschlossen war. Was findet ein junger Mann an einem Beruf ohne Zukunft?
Mittwochabend, 18.23 Uhr, kurz vor dem Anpfiff des Bundesligaspiels Schalke gegen Leverkusen. Christian Strzecha steht im ausverkauften Stadion in Gelsenkirchen am Mittelkreis, nicht zum Fußballspielen, sondern zum Singen. Das Flutlicht ist ausgeschaltet, es wird still auf den Rängen, die Lampen von Tausenden Handys leuchten in der Dunkelheit. Dann stimmt der Jugendchor der Steinkohlenzeche Prosper-Haniel die Hymne der Bergleute an. Es ist das alte Lied vom Steiger und seinem hellen Licht in der Nacht. Christian Strzecha singt die Bassstimme. Ein Viervierteltakt, auf Notenblättern steht die Vortragsbezeichnung „frisch“. Der erste Vers, nur vier Silben: Glück auf! Glück auf!
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