Trotz Einigung : Raffinerie-Streik in Frankreich geht weiter
Die Gewerkschaft CGT fordert eine Lohnerhöhung von 10 Prozent. Sie lehnt die mit anderen Gewerkschaften verhandelte Einigung mit Totalenergies ab.
Zehntausende Menschen haben am Sonntag in Paris gegen hohe Preise und „Klima-Passivität“ demonstriert. Nach Angaben der Organisatoren gingen 140 000 Menschen in der französischen Hauptstadt auf die Straße. Linke Parteien, Organisationen und einige Gewerkschaften hatten zu der Protestaktion aufgerufen. Der ehemalige linkspopulistische Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon marschierte – mit erhobener Faust – neben der designierten Nobelpreisträgerin Annie Ernaux. Die Polizei hatte mit etwa 30.000 Demonstranten gerechnet, darunter auch Unruhestifter. Clémence Guetté, Abgeordnete der linkspopulistischen Partei La France Insoumise (LFI), freute sich über die „Demonstration der Stärke“ und sagte: „Da erwacht etwas und das ist ein sehr gutes Zeichen“. Auf einem Transparent, das in der Nähe des Place de la Nation hochgehalten wurde, war zu lesen: „Soziale Hitzewelle, das Volk dürstet nach Gerechtigkeit“. Ein anderes Schild warnte: „Die Rente ist gut, die Offensive ist besser“.
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