Arbeitszeit von Frauen : Schweizer machen Weg für Rentenreform frei

Erstmals seit einem Vierteljahrhundert stimmt das Schweizer Volk einer Reform des staatlichen Rentensystems zu. Aber die Mehrheit war denkbar knapp. Frauen müssen künftig genauso lange arbeiten wie die Männer.
Das Schweizer Volk hat am Sonntag einer Reform der staatlichen Rentenversicherung mit einer knappen Mehrheit zugestimmt. Damit soll die Finanzierung der weitgehend umlagefinanzierten Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) für die kommenden zehn Jahre gesichert werden. Die Reform soll 2024 in Kraft treten und das Rentensystem über mehr Einnahmen und weniger Ausgaben stabilisieren. So wird das reguläre Renteneintrittsalter der Frauen um ein Jahr auf 65 Jahre angehoben und damit jenem der Männer angeglichen. Außerdem wird die Mehrwertsteuer um 0,4 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent zugunsten der AHV-Kasse erhöht. Dadurch fließen jährlich fortan rund 1,5 Milliarden Franken zusätzlich ins System.


