Kommentar : Der taumelnde Stromriese

Nach fast 120 Jahren kämpft RWE um seine Existenz. Der Vorstandsvorsitzende liebäugelt mit einem radikalen Schritt, doch eine Aufspaltung bietet keinen Ausweg.
Die fast 60.000 Beschäftigten von RWE können von Glück sagen, dass das Wohl des Essener Energiekonzerns in der nordrhein-westfälischen Landespolitik mehr zählt als das Wohlverhalten gegenüber der parteiübergreifenden Berliner Klimaschutzfraktion. Doch auch ohne die Klimaabgabe, die den noch einigermaßen rentablen Braunkohlemeilern wohl den Garaus gemacht und den Stromversorger vollends aus der Bahn geworfen hätte, steht es schlimm genug. Nach fast 120 Jahren kämpft das einst vor Kraft strotzende Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk um seine Existenz.





