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Razzia in drei Bundesländern : Polizei deckt großangelegten Pflegebetrug auf

  • Aktualisiert am

Eine Patientin wird über ein Beatmungsgerät versorgt. Bild: dpa/dpaweb

Die Intensivpflege von Beatmungspatienten ist für die Krankenkassen teuer. Doch nicht immer landet das Geld tatsächlich bei qualifizierten Pflegern. Die Polizei hat nun ein umfangreiches Betrugssystem aufgedeckt.

          Die Polizei hat einen großangelegten Abrechnungsbetrug von Pflegediensten bei der Intensivbetreuung von Beatmungspatienten aufgedeckt. 130 Polizisten sowie Staatsanwälte durchsuchten am Dienstagmorgen Wohnungen und Büros an 19 Orten in Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein. Drei Menschen wurden nach Polizeiangaben vom Dienstag verhaftet.

          Darunter war auch eine 63-jährige Deutsche mit Wohnsitz in Spanien, die das Betrugssystem organisiert haben soll. Die Polizei geht davon aus, dass spätestens seit 2013 Menschen vor allem aus Osteuropa als Intensivpfleger und -pflegerinnen eingesetzt wurden, obwohl sie nicht qualifiziert waren. Zeugnisse sollen gefälscht worden sein.

          Die sehr anspruchsvolle Intensivpflege von Beatmungspatienten ist meist eine 24-Stunden-Betreuung. Monatlich kostet das die Krankenkassen 20.000 Euro pro Patient. Nach dem jetzigen Stand soll ein Schaden von 1,5 Millionen Euro entstanden sein. Diese Summe könnte sich aber noch deutlich erhöhen.

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