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Nach Sturz : Altmaier meldet sich auf Twitter

  • Aktualisiert am

Wirtschaftsminister Peter Altmaier Anfang Oktober in Berlin. Bild: Reuters

Wirtschaftsminister Peter Altmaier ist beim Verlassen der Bühne des Digitalgipfels gestürzt. Der Saal wurde geräumt. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert und gibt auf Twitter Entwarnung.

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          Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat nach seinem Sturz Entwarnung gegeben. Er schrieb auf Twitter, „außer Prellungen und Platzwunden“ habe er „offenbar nichts Ernstes“ erlitten, und bedankte sich für „die vielen guten Wünsche“.

          Er war nach seiner Rede auf dem Digitalgipfel der Bundesregierung in Dortmund von der Bühne gestürzt. Dabei hat er sich einigen Berichten zufolge das Nasenbein gebrochen und Prellungen und Schürfwunden erlitten. Das ergab die Untersuchung im Krankenhaus.

          Der 61-Jährige soll auch eine Platzwunde am Kopf erlitten haben und kurz bewusstlos gewesen sein. Er wird an diesem Mittwoch voraussichtlich nicht an der Sitzung des Bundeskabinetts in Berlin teilnehmen.

          Nach Berichten von Journalisten im Saal hatte der Minister seine Rede beendet und stürzte dann beim Abgehen von der Bühne. Dabei soll er rund eineinhalb Meter eine kleine Treppe hinuntergefallen sein. Eine Sprecherin sagte, er sei auf der Treppe gestolpert.

          Bei Bewusstsein

          Altmaier konnte nach dem Unfall mehr als zehn Minuten nicht aufstehen, Sanitäter und Ärzte kümmerten sich um ihn. Der Saal wurde daraufhin geräumt. Auf Fotos von Augenzeugen ist zu sehen, dass Hilfskräfte schwarze Laken als Sichtschutz hochhalten, um den Minister vor Blicken zu schützen.

          Altmaier wurde nach kurz darauf mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Demnach war er bei Bewusstsein. Der Minister habe sich bei seinen Ärzten schon für die Versorgung bedankt.

          Helfer halten nach dem Sturz Altmaiers schwarze Laken in die Höhe, um den Minister vor Blicken zu schützen.

          Der Minister war unter anderem auf dem Digitalgipfel, um seine Pläne für eine europäische Cloud-Infrastruktur unter dem Namen Gaia-X vorzustellen. Das ambitionierte Projekt für eine europäische Infrastruktur als Alternative zu den Diensten amerikanischer Technologiekonzerne soll unter anderem europäischen Unternehmen den Weg zu digitalen Geschäftsmodellen ebnen. Außerdem stellt die Bundesregierung das Thema Plattformökonomie in den Mittelpunkt des Gipfels.

          Ein Krankenwagen verlässt nach Altmaiers Sturz mit Geleitschutz das Gelände des Digitalgipfels in Dortmund.

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