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Bayern LB : Früherer Banker Gribkowsky kommt vorzeitig frei

  • Aktualisiert am

Gerhard Gribkowsky betritt am 27.01.2014 in München (Bayern) den Gerichtssaal 101 der 6. Strafkammer des Landgerichts. Bild: dpa

Der frühere Risikovorstand der Bayern LB ließ sich von Bernie Ecclestone bestechen. Nun kommt er aus dem Gefängnis - aber nicht so wie Uli Hoeneß.

          Der frühere Risikovorstand der Bayern LB, Gerhard Gribkowsky, kommt vorzeitig aus dem Gefängnis. Der Manager, der vor Gericht gestand, von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone 44 Millionen Dollar Schmiergeld kassiert zu haben, verbüßt derzeit als Freigänger eine achteinhalbjährige Freiheitsstrafe wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung. Nun soll der Rest seiner Haftstrafe vom 3. März an auf Bewährung ausgesetzt werden. Das erklärte eine Sprecherin des Landgerichts München.

          Nur zu gern wäre der Siebenundfünfzigjährige, der heute für den österreichischen Baukonzern Strabag arbeitet, wie Uli Hoeneß schon nach Ablauf der Hälfte seiner Haftstrafe freigekommen. Doch seinen Antrag auf Halbstrafe lehnte die Strafvollstreckungskammer des Landgerichts im vergangenen Jahr ab.

          Zuvor hatte er immerhin etliche Millionen Euro aus dem Vermögen seiner Salzburger Sonnenschein-Stiftung an die Bayern LB überwiesen, um einen Teil der Schadensersatzansprüche seines früheren Arbeitgebers zu befriedigen. In den Trust hatte Gribkowsky jene 44 Millionen Dollar eingezahlt, die er im Jahr 2006 von Ecclestone erhielt.

          Als Gegenleistung veräußerte Gribkowsky die Formel-1-Beteiligung der Bayern LB an den Ecclestone nahestehenden Finanzinvestor CVC. Gribkowsky war im Juni 2012 verurteilt worden, nachdem er mehr als ein Jahr in Untersuchungshaft verbracht hatte. Der 85 Jahre alte Ecclestone erreichte dagegen in einem späteren Prozess vor dem Münchner Landgericht eine Verfahrenseinstellung – gegen Zahlung einer Geldauflage von 100 Millionen Dollar.

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