Stadtplanung : Wegzug aus der Stuttgarter City

Große Finanzkonzerne wie die Allianz arbeiten daran, ihre Standorte in der Innenstadt von Stuttgart aufzugeben. Dort sollen gemischte Quartiere entstehen.
Der Firmensitz der Allianz Lebensversicherungs-AG ist prägend für seine Umgebung am Rand der Stuttgarter Innenstadt – vor allem das Hochhaus. Vor knapp zehn Jahren fiel die Entscheidung im Vorstand, die beiden Betriebsstätten am Stadtrand an einem modernen Standort in der baden-württembergischen Landeshauptstadt zusammenzufassen. „Im Allianz Park Stuttgart werden ab 2025 Arbeitsplätze für etwa 4500 Menschen geschaffen – so viele wie jetzt an den beiden Innenstadt-Standorten arbeiten“, wie eine Sprecherin mitteilt. Ein besonderer Fokus der künftigen Büroflächen liege auf hybriden Arbeitsformen, um dem gestiegenen Wunsch vieler Mitarbeiter, im Homeoffice zu arbeiten, Rechnung zu tragen. Der Neubau fällt kleiner aus als ursprünglich geplant, denn durch die Corona-Pandemie steigerte sich die Homeoffice-Quote auf über 50 Prozent.
Während die Allianz Leben in Stuttgart bleibt, zieht es den Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) ganz raus aus der Schwabenmetropole. Er verlässt sein 1,3 Hektar umfassendes Areal und zieht Mitte dieses Jahres in das benachbarte Kornwestheim. Hier spiegelt sich die neue Arbeitswelt nach Corona wider, obwohl auch dieses Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 500 Millionen eine lange Vorlaufphase hatte. Die Planung startete Anfang der 2010er-Jahre.
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