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Steuer auf Kohlendioxid : Wie viel kostet es mich, das Klima zu retten?

  • -Aktualisiert am

Die Freitagsdemonstranten haben in einem Papier klare Forderungen an die Politik gestellt. Ganz vorne dabei: Eine CO2-Steuer. Bild: dpa

Die „Fridays For Future“-Demonstranten fordern eine hohe CO2-Steuer. Das würde das Leben in vielen Bereichen teurer machen. Wir haben mal nachgerechnet.

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          Daran werden sich die Schüler von heute auf ihren Freitagsdemos gewiss nicht mehr erinnern. Wie auch? Damals waren die wenigsten von ihnen geboren, als die Grünen vor 21 Jahren den Beschluss fassten, den Benzinpreis schrittweise auf fünf Mark je Liter anzuheben. Schon da ging es darum, die Menschen in Busse und Bahnen zu lenken und dadurch Treibhausgasemissionen zu senken. Das will die Jugend von heute ja auch – nur auf einen anderen Weg: Die Schülerproteste „Fridays for future“ schlagen dafür jetzt eine Steuer auf Kohlendioxid (CO2) vor.

          Jan Hauser

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Erstmals nennt ein Teil der Demonstranten konkrete Forderungen. In einem Positionspapier beziehen sich die Schüler zur Höhe der Abgabe auf das Umweltbundesamt, das 180 Euro für die Emission einer Tonne CO2 und anderer Treibhausgase vorsieht. Das ist happig und liegt weit über anderen Vorschlägen. Ottmar Edenhofer, Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, und Christoph Schmidt, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und Präsident des RWI in Essen, plädieren für einen Mindestpreis von 20 Euro für eine Tonne CO2.

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