Protektionismus :
Die EU-Zölle auf chinesische Elektroautos sind ein Zeichen der Schwäche

Gerald Braunberger
Ein Kommentar von
Lesezeit:
E-Auto-Produktion in einer Fabrik im chinesischen Wuhan.
E-Auto-Produktion in einer Fabrik im chinesischen Wuhan.dpa

In einer Welt, die darum wetteifert, wie sich wirtschaftlicher Wohlstand am raschesten aushöhlen lässt, sollte die Bundesregierung die Fahne des Freihandels hochhalten. Neue Zölle helfen nicht weiter.

Die Erhebung von Zöllen ist immer ein Ausdruck von Schwäche. Dieser Befund gilt auch für die Erhebung von Einfuhrzöllen der EU für Elektroautos aus China, die gegen den Widerstand der Bundesregierung zustande kommt. Erfolgreiche und wettbewerbsfähige Wirtschaftszweige benötigen keine Zölle, die den Wettbewerb schwächen und tendenziell preiserhöhend wirken. Wenn billigen chinesischen Elektroautos der Weg nach Europa erschwert wird, kaufen die europäischen Verbraucher deshalb nicht automatisch europäische Elektroautos, deren Preis-/Leistungsverhältnis von vielen Kunden als unzureichend angesehen wird.

FAZ

Ohne Abo weiterlesen

Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.