Preise : Britische Inflation zieht weiter an
Die Verbraucherpreise in Großbritannien sind im Mai so stark gestiegen wie seit 1982 nicht mehr.
Die Verbraucherpreise in Großbritannien sind im Mai so stark gestiegen wie seit 1982 nicht mehr. Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich 9,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Office for National Statistics am Mittwoch in London mitteilte. Das ist der höchste Wert der sieben führenden Industriestaaten (G 7). Im April hatte die Inflationsrate 9,0 Prozent betragen. Vor allem steigende Preise für Nahrungsmittel trieben die Teuerung: Diese verteuerten sich mit 8,7 Prozent so stark wie seit über 13 Jahren nicht mehr. Fachleute sehen das Risiko einer andauernd hohen Inflation bei einer gleichzeitigen Rezession – ausgelöst nicht nur durch hohe Energiepreise, sondern auch von andauernden Brexit-Problemen. Diese könnten die Handelsbeziehungen mit der Europäischen Union weiter beeinträchtigen. Das britische Pfund gab um 0,6 Prozent zum Dollar nach. „Wir nutzen alle uns zur Verfügung stehenden Instrumente, um die Inflation zu senken und steigende Preise zu bekämpfen“, betonte Finanzminister Rishi Sunak. Um den Preisdruck abzumildern, hat die Bank of England ihren Leitzins in der vergangenen Woche zum fünften Mal binnen sieben Monaten angehoben. Er liegt jetzt bei 1,25 Prozent.
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