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Start in die Berichtssaison : Alcoa profitiert von Aluminiumpreisen

Das Alcoa-Werk auf Sardinien. Alcoa ist traditionell der erste amerikanische Großkonzern, der seine Ergebnisse vorlegt. Bild: Reuters

Alcoa ist traditionell das erste amerikanische Großunternehmen, das seine Ergebnisse vorlegt. Der Aluminiumkonzern überrascht mit guten Zahlen. Ein positiver Start in die Berichtssaison: Vielen dient Alcoa als Konjunkturindikator.

          Es war ein guter Tag an den Finanzmärkten. Die Wall Street konnte sich am Mittwoch über die größten Kursgewinne des Jahres freuen. Angeheizt wurde die Stimmung vom Protokoll der jüngsten Sitzung der Federal Reserve, das von den Finanzmärkten als Signal dafür gewertet wurde, dass die amerikanische Notenbank mit Zinserhöhungen keine Eile hat. Der Dow-Jones-Index dreißig führender Industriewerte kletterte um 275 Punkte auf 16.994 Punkte. Auch der S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq legten deutlich zu.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Die guten Nachrichten gingen nach Börsenschluss weiter. Der Aluminiumkonzern Alcoa sorgte mit deutlich besser als erwarteten Quartalszahlen für einen glänzenden Start in die Berichtssaison. Alcoa ist traditionell der erste amerikanische Großkonzern, der seine Ergebnisse vorlegt, entsprechend werden die Zahlen des Unternehmens jedes Mal besonders beachtet. Außerdem sehen Marktbeobachter Alcoa ein Stück weit als Konjunkturindikator, weil das Unternehmen eine breite Palette von Industrien bedient.

          Nach einer Serie von Umsatzrückgängen konnte Alcoa im abgelaufenen Quartal das Blatt wenden. Der Umsatz sprang diesmal um 8 Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar und übertraf damit die von Analysten im Schnitt erwarteten 5,9 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn betrug 149 Millionen Dollar, das Ergebnis je Aktie vor Sonderposten von 31 Cent war um 8 Cent besser als erwartet.

          Ebenso wie rückläufige Aluminiumpreise das Geschäft von Alcoa in vergangenen Quartalen belasteten, profitierte der Konzern diesmal davon, dass der Rohstoff wieder teurer wurde. Nach Angaben des Unternehmens stieg der Aluminiumpreis im abgelaufenen Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent.

          Weg vom reinen Rohmaterialgeschäft

          Der deutsche Alcoa-Vorstandsvorsitzende Klaus Kleinfeld versucht indessen seit einiger Zeit, Alcoa vom reinen Rohmaterialgeschäft wegzuführen und hat hier die Kapazitäten zurückgefahren. Die Zukunft von Alcoa sieht Kleinfeld in weiterverarbeiteten oder fertigen Produkten, die zum Beispiel in Autos, Lastwagen oder Flugzeugen zum Einsatz kommen. Um sich hier weiter zu verstärken, hat Alcoa erst vor wenigen Monaten den 2,9 Milliarden Dollar teuren Zukauf von Firth Rixson vereinbart, ein auf Komponenten für Flugzeugmotoren spezialisiertes Unternehmen aus Großbritannien. Der Aktienkurs von Alcoa notierte im nachbörslichen Handel 2 Prozent im Plus. Die Alcoa-Aktie ist inzwischen rund doppelt wie teuer wie vor einem Jahr.

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