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Pressestimmen zum DFB-Aus : „Deutschland zu Hause, von Spanien verraten“

  • Aktualisiert am

Leere Gesichter: Die Nationalelf scheidet in Qatar früh aus. Bild: AP

Deutschland scheitert bei der Fußball-WM abermals in der Vorrunde. Das Mitleid der internationalen Presse hält sich in Grenzen, vor allem in den englischen Blättern. Spanische Medien sagen „Danke“.

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          „Ein Erdbeben erschüttert den Planeten Fußball.“ Der deutsche „Albtraumabend“ in Qatar sorgt in der Welt für Schlagzeilen – und gibt Anlass zu Häme. „Deutschland hat seine Pflicht getan, Deutschland kann gehen“, schrieb der „Standard“ in Österreich.

          Die italienische „Gazzetta dello Sport“ hatte dagegen etwas Mitleid: Die Flick-Elf sei „von Spanien verraten“ worden. Das Land des Weltmeisters von 2010 bedankte sich: „Danke, Senor Havertz. Die Tore des deutschen Stürmers brachten uns ins Achtelfinale.“ Die internationalen Pressestimmen im Überblick:

          Großbritannien

          „Guardian“: „Deutschland ist in einer Horror-Wiederholung der WM 2018 zu einem frühen Aus verurteilt“

          „Daily Mail“: „Sie denken, der Ball ist über der Linie ... aber er ist es NICHT! Die deutschen Herzen werden gebrochen, als sie aus der WM geworfen werden, nachdem das japanische Tor gegen Spanien zählt – der Ball ist mit der kleinsten Spanne im Spiel“

          Fußball-WM 2022

          „Daily Star“: „Auf Wiedersehen (auf Deutsch): Die Deutschen sind raus bei der WM, nachdem Japan ein kontroverses Tor erzielt, das fragwürdig aussieht – aber wen interessiert's“

          Sun“: „See Ger Later – Herzschmerz für die Deutschen, als sie nach einem umstrittenen Sieg Japans WIEDER in der Gruppenphase ausgeschieden sind“

          „Telegraph“: „Einst gab es eine Luft der Überlegenheit um das deutsche Nationalteam, die mutmaßlichen Meister des Turnierfußballs. Nicht mehr. Bei zwei aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaften wurden sie aus der Gruppenphase befördert von Teams, die, basierend auf ihrem Fußballerbe, kein Recht haben, die Deutschen zu verärgern.“

          „The Times“: „Der Ball bleibt drin ... Deutschland fliegt raus“ (mit Bezug auf das zweite japanische Tor)

          Frankreich

          „L'Equipe“: „Deutschland erlebt einen weiteren Albtraumabend bei der Weltmeisterschaft. Nach dem Anpfiff war es nicht mehr Herr seines Schicksals.“

          Le Monde“: „Ein Erdbeben erschüttert den Planeten Fußball. Wie schon 2018 scheitert Deutschland in der WM-Vorrunde.“

          Le Figaro“: „Japan setzt Deutschland in den Flieger nach Hause. Der Schlusspfiff zerreißt die letzte Hoffnung.“

          Italien

          „Gazzetta dello Sport“: „Deutschland zu Hause, von Spanien verraten. Doch die Deutschen sind selbst schuld, denn der K. o. gegen Japan beim WM-Debüt kostete sie langfristig das Aus. Flicks Nationalmannschaft besiegte Costa Rica in einem ziemlich verrückten Match mit 4:2, aber es war ein sehr bitterer Erfolg.“

          Spanien

          „Marca“: „Deutschland mit allen Ehren auf der Straße. Gracias Deutschland! 'Danke', Senor Havertz! Wieder ein historisches Drama: Wieder ein Fleck, wieder ein Drama, wieder eine schwarze Seite in der Geschichte des deutschen Fußballs. Die zweite Blamage in Folge. Das ist für eine Nationalmannschaft mit vier WM-Titeln schwer zu verdauen. Was schlecht beginnt, endet noch schlimmer. Die unerwartete Niederlage gegen Japan wurde am Ende zur verdammten Falle für Flicks Mannschaft bei der WM. Deutschland sagt Adios bei der WM.“

          „AS“: „DANKE! Spanien war drei Minuten lang bei der WM weg vom Fenster. Havertz rettet Spanien, aber Deutschland sagt Adios zur WM. Flicks Spieler erfüllten ihre Aufgabe in einem Wahnsinnsspiel, aber sie starben, weil Spaniens Unterstützung nicht kam. Deutschland wird noch lange von Keylor Navas und Tanaka träumen ...“

          Fussball-WM 2022

          „Sport“: „Der Albtraum Deutschlands ist wieder lebendig geworden: Deutschland, das große Deutschland, der stolze viermalige Weltmeister, verlässt Qatar nach der Vorrunde. Deutschland erlebt wieder die gleiche Erfahrung wie vor vier Jahren in Russland.“

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