Heute in Rhein-Main :
Hessens Grüne verschieben Diskussionen auf später

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Abstimmung auf dem Parteitag der Grünen in Marburg
Abstimmung auf dem Parteitag der Grünen in Marburgdpa

Die hessischen Grünen haben ihre Spitzenkandidaten für den Bundestag bestimmt, anstatt sich mit der Dienstreisen-Affäre zu befassen. In Bensheim muss sich ein AWO-Funktionär wegen Veruntreuung verantworten. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

Guten Abend allerseits.

Debatte über Dienstreise-Affäre vertagt: War da was? Gerade einmal eine halbe Stunde lang beschäftigte sich die Mitgliederversammlung der hessischen Grünen am Samstag mit der Dienstreise-Affäre, die die Partei erschüttert. Tatsächlich gibt es mit der Vorbereitung auf den Bundestagswahlkampf derzeit Wichtigeres zu tun. Mit jeweils mehr als 90 Prozent der Stimmen wählte der Parteitag die Bundestagsabgeordneten Anna Lührmann und Omid Nouripour zu Spitzenkandidaten. Der ehemalige hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir erzielte mit 80,5 Prozent ein deutlich schwächeres Ergebnis, hat aber gute Chancen, am 23. Februar den Wechsel vom Landtag in den Bundestag zu schaffen. Danach werden die Hessen-Grünen nicht umhinkommen, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Dem noch amtierenden Ko-Vorsitzenden Andreas Ewald wird vorgeworfen, dass er auf Einladung einer israelischen Lobby-Organisation und der US-Regierung an von diesen finanzierten Reisen teilgenommen und sie als Privatsache und nicht als Parteispenden deklariert hat. In der Sache besteht noch Klärungsbedarf.
FAZ

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