Ernst Wilhelm Nay in Wiesbaden : Kreise, Scheiben, Augen
Mit farbprächtigen abstrakten Bildern hat E. W. Nay nach dem Zweiten Weltkrieg an den frühen Erfolg angeknüpft. Das Museum Wiesbaden zeigt eine Retrospektive.
Am 21. Mai 1945 sei er, von den Amerikanern entlassen, in Hofheim im Taunus angekommen, erinnert sich Ernst Wilhelm Nay. Dort wandte sich der aus dem Krieg heimgekehrte Maler, der in Frankreich als Kartograph eingesetzt war, an Hanna Bekker vom Rath, mit der er schon einige Jahre bekannt war. Die Mäzenin vermittelte ihm das Atelier der 1937 gestorbenen Malerin Ottilie W. Roederstein. So angenehm ließ sich dort leben und arbeiten, dass Ernst Wilhelm Nay sechs Jahre in dem Städtchen blieb. Er habe wenig Lust auf Berlin, begründete Nay diese Entscheidung schon 1945 in einem Brief an die Kunstsammlerin Anne Hentzen, „weil ich arbeiten will“.
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