Stadtverordnetenversammlung : Reizklima in der Römerkoalition

Dicke Luft im Römer: Die Frankfurter Stadträte streiten sich auf offener Bühne, eine Dezernentin gerät unter Beschuss aus den eigenen Reihen, und ein Fraktionschef stellt das Ende des schwarz-rot-grünen Bündnisses in Aussicht.
Der Tag ist nicht mehr jung, als die Frankfurter Umweltdezernentin aus der Haut fährt. Es ist Donnerstagabend im Rathaus Römer, die Stadtverordneten tagen seit Stunden. Rosemarie Heilig von den Grünen springt vom Magistratsplatz auf, eilt zum Mikrofon und kritisiert ihren Vorredner für eine „Märchenstunde“ voller „Pillepalle“. Das wäre nicht weiter erwähnenswert, käme der Vorredner aus der Opposition. Doch so ist es nicht. Heilig attackiert auf offener Bühne einen Magistratskollegen, und zwar den Verkehrsdezernenten Klaus Oesterling von der SPD. Der hat kurz zuvor kundgetan, Diesel-Fahrverbote in der Stadt seien wegen gesunkener Stickstoffdioxid-Werte „wahrscheinlich vom Tisch“.
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