Schutz im Zweiten Weltkrieg : Das Glückshaus

Als die Nationalsozialisten das Sagen hatten, wurde die Familie von Astrid Werndt von fast allen im Stich gelassen. Nur ihr Haus an der Allerheiligenstraße in Frankfurt schützte sie wie eine Trutzburg. Eine beinahe unglaubliche Geschichte.
Das Haus, sagt sie, „ist ein Glückshaus“. Allerheiligenstraße 20 in Frankfurt. Es hat fünf Stockwerke und steht schon lange leer. Sie haben im zweiten gewohnt, damals, als die Nationalsozialisten das Sagen hatten. Die „Mama“, der Vater, ihre fünf Brüder und ihre zwei Schwestern. Sie waren acht Kinder, fast jedes Jahr kam eins zur Welt. Anni und Erwin Levi hatten sich beim Tanzen im Café Rumpelmayer am Opernplatz kennengelernt. Nach Nazi-Denkart war es eine „Mischehe“, sie war evangelisch, er jüdisch. Sie galten alle als Juden, die Kinder auch.
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