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Derby-Check: Von Mann zu Mann : Fußball-Macho gegen Duracell-Hase

Die voraussichtlichen Aufstellungen der Partie Frankfurt – Mainz am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga Bild: F.A.Z.

Die Mainzer liegen zwölf Punkte vor den Frankfurtern: Dennoch sind die Trainer Tuchel und Veh einig, dass sich ihre Teams auf Augenhöhe bewegen. Unser Derby-Check kommt zum gleichen Ergebnis – 7:7!

          5 Min.

          Am Samstag um 15.30 Uhr treten Eintracht Frankfurt und Mainz 05 gegeneinander an. Anhand der voraussichtlichen Aufstellungen ergibt sich im Derby-Check ein Unentschieden mit 7:7.

          TORWART

          Daniel Meuren

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Ralf Weitbrecht

          Kevin Trapp / Loris Karius

          Der Frankfurter Trapp ist seit zwei Jahren ein Muster an Zuverlässigkeit und wird stets als Kandidat gehandelt, wenn ein größerer Klub nach Ersatz sucht. Bundestorwarttrainer Köpke lobt den 23 Jahre alten Keeper ohne Schwächen bei jeder Gelegenheit. Karius ist erst seit einem halben Jahr die Nummer 1 der Mainzer, hat aber alle verblüfft, wie abgeklärt er seiner Arbeit nachgeht. Der 20-Jährige weist sogar eine bessere Quote bei abgewehrten Bällen auf als sein Eintracht-Kollege. Der erfahrenere Trapp begeht weniger Fehler und verleiht seiner Abwehr noch größere Sicherheit – Punkt für die Eintracht.

          Frankfurt – Mainz: 1:0

          RECHTER AUSSENVERTEIDIGER

          Sebastian Jung / Zdenek Pospech

          Der Eintracht-„Bub“ Jung hat alle Hoffnungen bestätigt und sich nochmals verbessert. Kam mit acht aus Königstein und könnte der nächste Frankfurter Nationalspieler werden – oder wechselt er doch schon im Sommer den Verein? Angebote gibt es genug. Defensiv stabil, glänzte er zuletzt auch wieder als dynamischer Vorbereiter. Pospech spielt mit 35 Jahren die beste Saison in seiner Mainzer Zeit. Der älteste Stammspieler der Liga im Feld hat den Körper eines Zwanzigjährigen, sagt Trainer Tuchel. Extrem zuverlässig, Fehlerquote nahe null, spielt aber weniger spektakulär als Jung. Deshalb knapper Punkt für Frankfurt.

          Frankfurt – Mainz: 2:0

          RECHTER INNENVERTEIDIGER

          Carlos Zambrano / Stefan Bell

          Der Peruaner agiert nicht mehr so dominant wie in der ersten Saisonhälfte, die Diskussionen um sein heißblütiges Temperament haben ihn ein wenig verunsichert. Er ist ein eisenharter Zweikämpfer und ein solider Aufbauhelfer des Frankfurter Spiels. Wenn der Fußball-Macho sich auf das Wesentliche konzentriert, ist er einer der besten Innenverteidiger der Liga. Stefan Bell hat eine enorme Entwicklung genommen – nach dreijähriger Anlaufzeit. Einst ein halbes Jahr an die Eintracht ausgeliehen, setzte sich dort aber zu Zweitligazeiten nicht durch. Nun in der Bundesliga angekommen, aber noch in der Lehre. Kopfballstark, athletisch, aber manchmal fehlt noch der Überblick. Deshalb Punkt für die Eintracht.

          Frankfurt – Mainz: 3:0

          LINKER INNENVERTEIDIGER

          Alexander Madlung / Nikolce Noveski

          Wenn es nur ums Kopfballspiel ginge, dann wäre Madlung in Brasilien dabei. So aber fallen die Mängel in der Ballbehandlung mit den Füßen ins Gewicht. Hat in der Rückrunde dennoch zur Stabilisierung der Eintracht beigetragen. Der Mainzer Kapitän Noveski bleibt trotz steigenden Alters die Instanz in der Mainzer Defensive. Kein fußballerisches Naturtalent, aber der 34 Jahre alte mazedonische Fußballspieler des Jahres setzt seine Qualitäten nahezu hundertprozentig um und trifft auch in brenzligen Situationen die richtigen Entscheidungen. Nichts bringt ihn aus der Ruhe, wie ein Fels in der Brandung. Punktgewinn für Mainz.

          Frankfurt – Mainz: 3:1

          LINKER AUSSENVERTEIDIGER

          Constant Djakpa / Junior Diaz

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