Nähe zu Rechtsextremen :
„Bembel with Care“ trennt sich von seinem Chef

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Kontroverse nach Instagram-Beitrag: „Bembel with Care“-Gründer muss zurücktreten (Symbolbild).
Kontroverse nach Instagram-Beitrag: „Bembel with Care“-Gründer muss zurücktreten (Symbolbild).Patrick Junker

Nachdem er mit rechten Instagram-Fotos aufgefallen war, muss der Gründer des Dosen-Apfelweins „Bembel with Care“ sein Unternehmen abgeben. Finanziell entschädigt wird er dafür nicht.

Der Unternehmensgründer Benedikt Kuhn ist nicht länger Geschäftsführer der Dosen-Apfelweinfirma „Bembel with Care“. Die Marke aus Südhessen verkauft pro Jahr 18 Millionen Dosen. Kuhn habe „mit sofortiger Wirkung“ seine Geschäftsführertätigkeit niedergelegt, teilte die Kelterei Krämer aus dem Odenwald mit, die den Apfelwein bislang produzierte. Die Kelterei übernehme jegliche  Marken- und Vertriebsrechte. Kuhn habe auf jedweden Ausgleich dafür verzichtet. Er werde zukünftig weder direkt noch indirekt an Einnahmen der Produkte oder der Marke beteiligt sein.

Kuhn hatte auf seinem inzwischen gelöschten Instagram-Kanal „Apfelweinbaron“ am 8. Mai eine Bildnachricht veröffentlicht, wonach der Jahrestag des Weltkriegsendes „kein Tag der Befreiung" sei. Nutzer teilten überdies Fotos, die ihn mit Eisernem Kreuz am Kragen zeigen - das sei nur ein Partykostüm gewesen, sagte Kuhn später. Zudem wurde ein Kommentar bekannt, in dem er Deutschland als „noch immer besetzt“ bezeichnete. Diese Behauptung ist häufig von „Reichsbürgern“ zu hören. Tatsächlich wurde das Besatzungsstatut bereits 1954 aufgehoben, seit 1990 ist Deutschland vollständig souverän.

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Das Bild zum 8. Mai und die anderen Bilder hatten bei Kunden für Empörung gesorgt.  Rewe hatte in der Folge die Apfelwein-Dosen aus den eigenen Regalen entfernt, Edeka Südwest verhängte einen Bestell- und Lieferstopp. Auch die Mitarbeiter von „Bembel with Care“ distanzierten sich öffentlich von Kuhn.

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