FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Bierdeckelprojekt in Maintal :
Aufregung um „Islam uff Hessisch“

Von
Luise Glaser-Lotz
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Untersetzer: Die Verbindung von Alkohol zum Islam ärgert den Vorsitzenden des Maintaler Ausländerbeirats.
Untersetzer: Die Verbindung von Alkohol zum Islam ärgert den Vorsitzenden des Maintaler Ausländerbeirats.dpa

Muslime in Maintal sehen ihre religiösen Gefühle durch ein Bierdeckelprojekt verletzt. Eigentlich wollte die Integrationsbeauftragte damit zur Verständigung der Kulturen beitragen.

Es gibt viele Möglichkeiten, Integration zu fördern und Bildung zu vermitteln. Eine außergewöhnliche Aktion der Stadt Maintal, dies zu bewerkstelligen, hat in diesen Tagen den Protest muslimischer Bürger ausgelöst und einiges Aufsehen erregt. Verena Strub, Integrationsbeauftragte der Stadt Maintal, verteilte Anfang des Jahres runde Getränkeuntersetzer aus Pappe, gemeinhin auch als Bierdeckel bekannt, mit zehn Fragen zum Islam in 30 örtlichen Gaststätten und Cafés. Der besondere Pfiff bei der Sache: Alle Fragen und die dazugehörigen Antworten sind in hessischer Mundart abgefasst. „Der Mohammed – was war denn das eichendlich für aaner?“, steht dort zu lesen oder „Derfe die Fußballer im Ramadan garnix esse?“ und schließlich „Wie hawwes die Moslems mittem Äppelwoi“. Die ebenfalls in Hessisch abgefassten Antworten sind nicht auf der Rückseite der Pappscheiben vermerkt. Dort findet sich ein QR-Code, über den Interessierte die ausführlichen Erklärungen aus dem Mund der fiktiven Studentin Marie auf der Internetseite der Stadt Maintal auf dem Smartphone abrufen können.

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