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Energiesparen auf Reisen : Flucht in die Wärme

  • -Aktualisiert am

Bild: Robert Samuel Hanson

Ein Domizil im Süden, um den Heizkosten im Winter zu entkommen? Das sollte gut bedacht sein.

          5 Min.

          Für Vassilis Kikilias liegt die Lösung auf der Hand. Die Deutschen fürchten sich vor einem kalten Winter mit wahlweise klammen Stuben oder exorbitanten Heizkosten? Sollen sie eben nach Griechenland kommen! „Das Wetter ist besser, das Leben ist billiger“, bringt es der aus Athen angereiste Tourismus-Minister auf den Punkt, als er an einem noch mäßig warmen Septembertag in Berlin landet. Kikilias hat hier Termine mit Chefs von Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften. Die sollen die Winterflüchtlinge aus dem Norden nach Athen bringen, nach Kreta, Korfu, Rhodos, Mykonos oder einer der zahlreichen anderen griechischen Inseln. Über das Saisonende hinaus stünden diesmal 1000 Betten zur Verfügung, verspricht der Minister. Sehr gerne für Langzeiturlauber. Und der Bürgermeister der Hafenstadt Chania auf Kreta betont: Seine Insel sei besonders gut geeignet, um die Energiekrise zu überstehen. Hier brauche niemand eine Heizung.

          Bild: Robert Samuel Hanson

          Klingt verlockend? Das Rentenalter, ab dem solche Träume vom Winter im Süden erlaubt scheinen, ist zwar noch weit und der Jahresurlaub bereits aufgebraucht, doch dank der seit 2021 sprunghaft angestiegenen Nachfrage gibt es inzwischen nicht nur zahlreiche Angebote für einen Trend namens Worka­tion, sondern auch Arbeitgeber, die für kleine Fluchten Verständnis aufbringen. Die Kombination aus Arbeit und ein wenig Urlaubsgefühl muss allerdings sehr viel sorgfältiger vorbereitet werden als die Sommerferien am Strand.

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