52 Jahre Später :
Serienmörder Ted Bundy eines weiteren Mordes überführt

Von
Christiane Heil, Los Angeles
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Im Juni 1979 in Miami: Ted Bundy (rechts) reicht während seines Mordprozesses einen Antrag ein.
Im Juni 1979 in Miami: Ted Bundy (rechts) reicht während seines Mordprozesses einen Antrag ein.dpa

Er quälte und tötete auch die 17 Jahre alte Melissa Ann Smith: Jahrzehnte nach der Tat haben Ermittler in damals sichergestelltem Material die DNA des amerikanischen Serienmörders Ted Bundy nachgewiesen.

Mehr als 50 Jahre nach der Ermordung der Amerikanerin Melissa Ann Smith haben die Justizbehörden des Bundesstaats Utah die Täterschaft des verstorbenen Ted Bundy nachgewiesen. Wie die Staatsanwaltschaft des Bezirks Summit am Dienstag bekanntgab, stimmt das genetische Material, das damals an der Leiche der Siebzehnjährigen gefunden wurde, mit der DNA des Serienmörders überein.

„Auch wenn Ted Bundy nicht mehr am Leben ist, um strafrechtlich verfolgt zu werden, konnten wir mit Hilfe der Forensik zumindest einen Fall klären“, sagte die Bezirksstaatsanwältin Margaret Olson. Smith, die Tochter des Polizeichefs von Midvale, einem Vorort von Salt Lake City, war Ende Oktober 1974 nach dem Besuch einer Pizzeria verschwunden. Nach dem Fund ihres nackten Leichnams unterhalb eines Bergs neun Tage später ergab die Obduktion, dass ihr Mörder sie tagelang gequält hatte.

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Die Mordserie setzte sich in Utah fort

Schon in den Monaten vor Smiths Verschwinden waren im Nordwesten der Vereinigten Staaten immer wieder Mädchen und junge Frauen vergewaltigt und ermordet worden. Der damals noch unbekannte Täter suchte seine Opfer an Universitäten oder überfiel sie zuhause in ihren Betten.

Von Sommer 1974 an setzte sich die Mordserie in Utah fort. Wie die Ermittlungen später zeigten, hatte Bundy damals ein Jurastudium an der Universität von Utah in Salt Lake City begonnen. Zwei Wochen nach Smith verschwand in der Region auch die Schülerin Laura Ann Aime. Ihr Leichnam wurde einige Wochen später entdeckt. Ein Abgleich mit DNA-Spuren an der Kleidung der Siebzehnjährigen hatte im vergangenen Frühjahr ebenfalls Bundy, einen der berüchtigtsten Serientäter der amerikanischen Kriminalgeschichte, überführt.

Die Untersuchungen waren durch eine Blutprobe des Serienmörders aus dem Jahr 1978 möglich geworden, die vor einigen Jahre eher zufällig in einem Labor in Florida gefunden wurde. Vor seiner Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl des Bundesstaats im Januar 1989 hatte Bundy die Ermordung von 30 Mädchen und Frauen im Nordwesten, Utah und Florida gestanden. Der als sadistischer Soziopath beschriebene Zweiundvierzigjährige wird aber bis heute verdächtigt, weit mehr Opfer entführt, vergewaltigt und ermordet zu haben.

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