Bestürzung auf Ischia :
Leichtes Beben, schwere Folgen

Von
Jörg Bremer, Rom
Lesezeit:
Fassungslos auf Ischia: Hätte es so schlimm kommen müssen?
Fassungslos auf Ischia: Hätte es so schlimm kommen müssen?AP

Abermals wird Italien von einem Erdbeben erschüttert. Die Empörung wächst, denn die Folgen sind verheerender, als sie es sein müssten. Die wütende Frage lautet: Wie kann es sein, dass bei so einem kleinen Beben überhaupt Menschen sterben müssen?

Diesmal geht die Bestürzung sofort über in Wut. Ein Jahr nachdem in Mittelitalien auf dem Apennin zwischen Amatrice und Accumoli bei dem ersten von später insgesamt etwa 70.000 Beben 299 Menschen ums Leben gekommen waren, hat sich am späten Montag die Vulkaninsel Ischia mit einer Stärke von vier geschüttelt. Damals wütete das Beben im Grenzgebiet der Regionen Latium, Umbrien und den Marken mit einer Stärke von sechs; mithin hundertmal stärker als nun; und dennoch kamen auf Ischia zwei Menschen ums Leben. Wie kann es sein, dass bei so einem kleinen Beben überhaupt Menschen sterben müssen, lautet die wütende Frage?

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