Iris Berben und Lary : „Früher nannte man uns leichte Mädchen“

Was bedeutet es, schön zu sein? Die Künstlerinnen Lary und Iris Berben sprechen über Privilegien und Vorurteile, die gutes Aussehen mit sich bringt, über den Befreiungskampf im Minirock – und den Druck der perfekten Nase.
Früher Nachmittag in der „Paris Bar“ in Berlin. Lary und Iris Berben treffen sich zum Gespräch über Schönheit. Sie lernen sich gerade erst kennen, aber ins Reden über das Ruhrgebiet kommen sie schon, bevor sie sich an den Tisch setzen. Beide kennen den „Ruhrpott“ gut. Iris Berben, heute 75, hat als Kind drei Jahre bei ihren Großeltern in Essen-Rüttenscheid gelebt. Lary, 39, die mit bürgerlichem Namen Larissa Sirah Herden heißt, wuchs in Gelsenkirchen auf und stand in diesem Sommer, zur Ruhrtriennale in Bochum, in „I Did It My Way“ mit Lars Eidinger auf der Bühne. Sie arbeitet als Musikerin und Schauspielerin. So wie die zwei Künstlerinnen sich über das Ruhrgebiet unterhalten, wird schnell klar: Auch das ist schön. Dann geht es an den Tisch ganz hinten links in der Ecke.
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