Ruhrtriennale: Alle Nachrichten und Informationen der F.A.Z. zum Thema

Tanzstück „All the Good“ Leiden an der Welt bis zur Erschöpfung

Das neue Tanzstück der Needcompany, uraufgeführt bei der Ruhrtriennale, zeigt die Welt, wie sie ist, ohne abzustoßen. Das ist ernst, unterhaltsam, politisch – und vor allem tröstlich. Mehr

25.08.2019, 15:13 Uhr | Feuilleton
Ruhrtriennale

Die Ruhrtriennale ist ein jährliches Kunstfestival im Ruhrgebiet, das die industrielle Geschichte der Region mit Musik, Theater, Literatur und Tanz verknüpft. Dabei wird alle drei Jahre ein neuer Intendant berufen, der einen eigenen Themenschwerpunkt setzt.

Die Geschichte der Ruhrtriennale
Die Idee zur Ruhrtriennale entstand 1999, als bei der Suche nach langfristigen Perspektiven für die Internationale Bauausstellung Emscher Park (IBA) über eine Symbiose von Kunst und Industriekultur im Ruhrgebiet nachgedacht wurde. Die stillgelegten Zechen und Kraftwerke mit ihren alten Hallen schienen wie gemacht für ein Kunstfestival. Die erste Ruhrtriennale öffnete 2002 unter der Leitung des belgischen Intendanten Gerard Mortier unter dem Motto "Kreationen". Ihm folgte 2005 Jürgen Flimm, der mit einer Neuinszenierung der Oper "Die Soldaten" in der Jahrhunderthalle Bochum für Furore sorgte. Weitere Intendanten waren Willy Decker und Heiner Goebbels, dem ab 2015 der Niederländer Johan Simons folgt.

Kunst und Industriekultur im Ruhrgebiet
Zu den wichtigsten Veranstaltungsorten der Ruhrtriennale gehören die Jahrhunderthalle in Bochum, die Zeche Zollern in Dortmund, die Halde Haniel in Bottrop und die Zechen Zollverein und Carl in Essen. Seit 2012 werden Produktionen der Ruhrtriennale unter dem Titel "Tourtriennale" auch international gezeigt. Nicht nur das Programm der Ruhrtriennale wuchs in den letzten Jahren beständig an, auch die Zuschauerzahlen stiegen auf fast 50.000 im Jahr.

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